Ernst-Reuter-Schule Dietzenbach

Kooperative Gesamtschule des Kreises Offenbach / Ganztagsschule mit Betreuungsangebot

06074 484290

nachhaltige MINT-Entwicklung braucht ...

gute Konzepte und Leitlinien. Unsere Schule ist sehr dynamisch was die gesamte Schulentwicklung und speziell den MINT-Bereich anbelangt. Die Anfänge von MINT reichen dabei um über 10 Jahre zurück, als Herr Dr. Gehrig mit seiner NaWi-AG "einfach angefangen hat".

Heute zählt alleine diese AG über 30 aktive Schülerinnen und Schüler, es sind die AG Physik und Technik sowie Robotik hinzugekommen, seit dem letzten Jahr gibt es eine MINT-Klasse und es haben sich regelmäßige Erfolge in den verschiedensten Sparten beim Wettbewerb Jugend forscht eingestellt. 

Diese Entwicklung freut uns alle sehr und wir haben damit begonnen, die vielen kleinen Prozesse unter einem Konzept zu vereinigen und Leitlinien für die zukünftige Entwicklung aufzustellen, die zu unserer Schule passen.   

Grundkonzept: von der Förderung zur Forschung

Unsere Schule hat enorme Erfahrung mit der Förderung von Schülern und die persönlich geprägte Unterstützungskultur ist integraler Bestandteil unserer Denkweise an der ERS: Im Umgang mit den Schülern, bei der Konzeption von Angeboten und nicht zuletzt auch in der Kommunikation mit Eltern, im Kollegium und der Schulleitung.

Als Gesamtschule haben wir den Auftrag "für alle Schüler da zu sein" und das ist eine tägliche Herausforderung, die lohnenswert ist. Wir machen uns praktisch täglich Gedanken darum, wie wir speziell im MINT Bereich dafür sorgen können, dass Schüler die Förderung erhalten, die ankommt und sie weiterbringt. 

Das sind Maßnahmen zur Basisförderung, wie z.B. die Realisierung von Mathematik-Förderstunden / Doppelbesetzungen, wenn sich Leistungsdefizite in Klassen zeigen. Derartige Defizite sind durchaus üblich und an unserer Schule lassen wir  Kinder (und Eltern) damit nicht allein, sortieren aus oder reichen diese Probleme einfach durch. Wir arbeiten gemeinsam daran, dass es besser wird. Wir unterstützen und ermutigen ausdrücklich Schülerinnen und Schüler aus dem H- und R-Zweig dazu, Abschlussprüfungen in den MINT-Fächern abzulegen - mit häufig sehr erfreulichen Ergebnissen. 

Wir haben aber auch nicht wenige Schüler, die in den Naturwissenschaften sehr stark sind. Für diese Kinder haben wir eine Reihe von  Maßnahmen zur Spitzenförderung entwickelt, z.B. den MINT-Club oder das MINToring-Programm das ganz klar die Vorbereitung auf ein Hochschulstudium zum Ziel hat. Dokumentiert wird dieses Engagement unter anderem durch das vom Kultusministerium verliehene Zertifikat "Gütesiegel Hochbegabung". 

Bei allen Fördermaßnahmen möchten wir stets die Blickrichtung beibehalten, Kinder zum eigenen Forschen zu ermutigen und zu befähigen. Dies wird durch vielfältige und altergemäß konzipierte Zusatzangebote im AG Bereich realisiert. Unserer Erfahrung nach, haben ganz viele Kinder diesen Entdeckergeist in sich und lassen sich begeistern und mitnehmen.

Leitlinien

Wir möchten, dass unsere Schüler richtig, richtig gut in den MINT-Fächern werden. Als Leitlinien zielen wir deshalb Aspekte an, die dafür sorgen, dass MINT-Bildung auch wirklich an der Basis - also bei unseren Schülern - ankommt. MINT an unserer Schule soll sein:

  1. freundlich
  2. persönlich
  3. substantiell

Fächer wie Mathematik oder Physik sind vom inhaltlichen Anspruch her hart. Punkt. Umso wichtiger ist es, diesen Anspruch freundlich zu vertreten. Schüler müssen nicht alles sofort können, sie müssen an kalkulierten Herausforderungen wachsen und das geht auch und gerade in einem freundlichen Umfeld.  

Eine gute persönliche Beziehung im Verhältnis Schüler - Lehrer (Lehrer - Eltern, Lehrer - Lehrer, Lehrer - Schulleitung) ist von unschätzbarem Vorteil, wenn es um die Vermittlung von Wissen geht. Die eigentliche Aufgabe ist schon anstrengend genug. Wenn man sich kennt, ermöglicht das kurze und umkomplizierte Wege, vermeidet Missverstädnisse und ermöglicht einen zielgerichteten Energieeinsatz und hohe PRoduktivität für alle Beteiligten. An unserer Schule ist "Persönlichkeit" aus gutem Grund ein hohes Gut.

Angebote müssen Substanz besitzen, um in den MINT-Fächern wirksam zu werden. Irgendwas, irgendwie zu machen ist zwar vielleicht plakativ, bringt uns aber letztlich nicht weiter. Einerseits bedeutet Substanz eine deutliche, greifbare fachlich-inhaltliche Orientierung und Performance, aber anderseits auch eine Komaptibilität mit Schule und dem, was Kinder, Lehrer und Eltern leisten können. Dieser Spagat ist harte Arbeit ... die sich langfristig auszahlt.

Die MINT-Schwerpunktbildung ist

an unserer Schule bereits seit dem Jahr 2015 im Schulprogramm festgeschrieben:

"Die Integration und Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund hat an der ERS einen hohen Stellenwert. Wie sich im Schulalltag gezeigt hat, bietet der MINT-Bereich hier großes Potenzial, weil auch Schülern mit sprachlichen Schwierigkeiten Kompetenzen, Erfolgserlebnisse und Selbstsicherheit vermittelt werden. Im mathematischen Bereich sind Förderkurse in Kleingruppen für leistungsschwächere und leistungsstarke Schüler ein selbstverständliches Angebot. Im Zuge des Ganztagsschulausbaus wurde ebenso der Bereich der freiwilligen, täglich stattfindenden Lernzeit so angelegt, dass die Schüler stets eine MINT-Lehrkraft als Ansprechpartner vorfinden.

Bereits in Klassenstufe 5 werden naturwissenschaftliche AG angeboten, um frühzeitig Interesse am MINT-Bereich zu wecken und zu erhalten (LEGO Robotics, NaWi-AG). Das MINT-Konzept und die MINT-Entwicklung an der ERS sind dabei so angelegt, dass für die Schüler eine kontinuierliche Entwicklungsmöglichkeit besteht. Dabei werden auch Schüler mit besonderen Begabungen gefördert. Seit 2010 erzielen Schülergruppen regelmäßig in den Wettbewerben „Jugend forscht“, „Schüler experimentieren“, „Chemie - mach mit!“ und beim Hessischen Tierschutzpreis große Erfolge. Die Erteilung des „Gütesiegels Hochbegabung“ durch das Hessische Kultusministerium im Jahr 2014 dokumentiert, dass die ERS auch bei der Spitzenförderung als Schule präsent und aktiv ist".